Die Berufungsgeschichte der ersten Schwestern

1680:

Zwei junge miteinander befreundete Frauen aus Saint Saulge, Anne Legeay und Marie Marchangy, folgen dem Ruf des Jean Baptiste Delaveyne. Er entwirft eine neue Form religiösen Lebens ohne Klausur: ein Leben mitten unter den Menschen, ein Leben mit der Landbevölkerung. Die direkte Nähe zu den Armen wird zum Ort ihrer Christusbegegnung. Jean Baptiste fordert sie jedoch auch zu einem intensiven Gebetsleben auf. Es ist die Entstehungsepoche der ersten religiösen Gemeinschaften apostolischen Lebens.

1688:
Marcelline Pauper schließt sich der kleinen Gemeinschaft an. Sie wird zu einer der großen Mystikerinnen des 17. Jahrhunderts. Gemeinsam mit anderen beteiligt sie sich an der Gründung der aus dem Boden schießenden neuen Gemeinschaften (über 20 im Zeitraum zwischen 1680 und 1704), zunächst in der Region Nièvre (Nevers, Decize, Saint Pierre le Moutier…), dann auch überregional in ganz Frankreich (Ile de France, Auvergne, Ardèche, Saint Etienne…). Zu Beginn bestehen die Gemeinschaften aus 3 bis 4 Schwestern: einer Apothekerin, zwei Krankenschwestern und einer Lehrerin.

Nach der Französischen Revolution wächst die Kongregation beträchtlich.