1676 – das erstaunliche Abenteuer des Jean-Baptiste Delaveyne, Gründer der Schwestern der Nächstenliebe von Nevers

Der historische Kontext:

1653 wird der Chirurgensohn Jean Baptiste Delaveyne in Saint-Saulge geboren, einem kleinen, von Wäldern, Wiesen und Feldern umgebenen Dorf in Zentralfrankreich, nicht weit von Nevers entfernt.

Ein Mann seiner Zeit:

1676: Nach 7 Jahren Studium in Paris kehrt der benediktinische Ordenspriester Jean Baptiste Delaveyne nach Saint-Saulge zurück.

Begeistert vom Leben in der Metropole mit ihrem künstlerischen und literarischen Flair, verliert Jean Baptiste Delaveyne seine Lebensentscheidung aus den Augen und gibt sich ganz dem weltlichen Leben mit seinem Glanz und Glamour hin.

Ein Mann, der das Ohr seines Herzens öffnet:

1677: Eine einfache Feststellung eines benachbarten Priesters verändert sein Leben: „Der Heilige Benedikt in Subiaco war nicht so gut ausgestattet!“. Jean Baptiste Delaveyne besinnt sich auf Gottes Ruf, den er in seiner Jugend vernommen hatte und beschließt, mit seinen weltlichen Gewohnheiten zu brechen.

Ein Mann, der die Klage der Unglücklichen vernimmt, das Wort Gottes hört:

1678: Die menschenunwürdigen Lebensbedingungen der Landbevölkerung treffen ihn zutiefst. Er wendet sich den Ärmsten der Armen zu und beginnt, auf das Wort Gottes zu hören und sich in seinem Innersten vom ihm ansprechen zu lassen. Er entdeckt Jesus als das „große Zeugnis der Liebe Gottes für die Menschen.“

Ein Mann, der seine Erfahrung weiter gibt:

1680: Jean Baptiste Delaveyne lädt einige junge Frauen dazu ein, das spirituelle Abenteuer mit ihm zu teilen: „Habt nichts anderes im Sinn als die Nächstenliebe und das Wohl der Unglücklichen.“ So entsteht die Kongregation der Schwestern der Nächstenliebe von Nevers.